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Workshop „Stopp von Waffenhandel und Perspektiven der Rüstungskonversion“

Workshop „Stopp von Waffenhandel und Perspektiven der Rüstungskonversion“ – 19.3.2016 – 10.00-16.30 Uhr – ver.di Bochum

Rund 60 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht. Kriege und Gewalt sind zentrale Ursache. Deutsche Kriegswaffen und Rüstungsgüter kommen in weiten Teilen der Welt zum Einsatz und stabilisieren repressive und autokratische Regimes. Mit ihnen werden in zahlreichen Ländern auch die dortigen Demokratiebewegungen unterdrückt.

Der Einsatz deutscher Kriegswaffen ist mitverantwortlich für Flucht und Vertreibung in vielen Empfängerländern und für die Suche von Flüchtlingen nach sicheren Lebensbedingungen. Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, werden Wege zur Fluchtabwehr diskutiert und ein politischer Flächenbrand in Kauf genommen. In Deutschland brennen Flüchlingsheime, Behörden sind überfordert und an vielen Stellen wütet ein rassistischer Mob. Die politische Gefahr, dass die demokratie- und flüchtlingsfeindliche AfD in Parlamente einzieht, wächst. Vor diesen Hintergründen wollen wir Argumente für eine andere Politik sammeln und über Alternativen, auch zur Rüstungsproduktion, diskutieren. Unter anderem in Vorbereitung der Ostermärsche, dem 1.Mai und dem Antikriegstag wollen wir Einschätzungen vornehmen, über Positionen beraten und griffige Losungen gegen rechtspopulistische Stammtischparolen und für zivile Lösungen erarbeiten.

Programm:

10.00 Uhr Einlass

10.30 Uhr Begrüßung: Jochen Marquardt, Regionsgeschäftsführer DGB Ruhr-Mark

10.35 Uhr “Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten” – Vortrag: Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne “Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel”

11.35 Uhr offene Fragen und Diskussion um erste Standpunkte

12.00 Uhr Mittagspause

13.00 Uhr “Zivile Technik statt Waffen – Was geht schon und wie geht noch mehr?” – Vortrag: Anne Rieger, ehem. Bevollmächtigte IG Metall + Bundesausschuss Friedensratschlag

14.00 Uhr Arbeitsphase: Entwicklung von Argumenten und griffigen Losungen

16.00 Uhr Sammeln der Ergebnisse und Absprachen über das weitere Vorgehen

16.30 Uhr Ende

hier der Flyer Workshop 19.3

 

 

 

 

 

9. Mai 2015: Redemanuskripte und Begrüßungsworte

GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität
Demonstration und Kundgebung am 9. Mai 2015 in Bochum

Die Redemanuskripte und die Begrüßungsworte werden hier dokumentiert:

9. Mai: Claudia Zinn

Redetext von Claudia Zinn, Jugendsekretärin des ver.di-Bezirks Bochum Herne

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich freue mich, dass ihr hier seid. Veranstaltungen wie diese heute machen mir Mut, dass es in Deutschland nicht nur eine Kultur des Verdrängens und Wegsehens gibt, sondern auch eine ganz intensive Kultur des Hinschauens, des Dabeiseins und des Nichtvergessens.
Ich bin froh, Teil der DGB Jugend zu sein, die sich aktiv gegen Rassismus, für Gleichberechtigung und einen respektvollen Miteinander einsetzt. Unsere Verantwortung und unser Ziel für die Zukunft kann nur sein „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ Hinter diesem Schwur von Buchenwald stehe ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen der DGB Jugend. 9. Mai: Claudia Zinn weiterlesen

9. Mai: Horst Schmitthenner

Redetext von Horst Schmitthenner, ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

Es gilt das gesprochene Wort!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Tat: es ist an der Zeit und wir sagen, Krieg und Militär
lösen keine Probleme.
Kriege kommen nicht über uns, sie werden verbreitet und
gemacht.
Die aktuelle weltweite Kriegslandschaft von Mali über den Sudan
dem Horn von Afrika, Libyen, Jemen, Naher Osten, Gaza,
Syrien, dem Irak, der Ukraine und Afghanistan zeigt die
Sinnlosigkeit militärischer Intervention.
Nirgendwo haben Kriegseinsätze zu mehr Frieden, Demokratie
oder Stabilität geführt, sondern nur soziale Verwüstungen
angerichtet.
Dennoch: für die heute Verantwortlichen werden Militär und
Krieg wieder zunehmend zum Mittel der Politik. Die Bundeswehr
wird seit Jahren für internationale Kriegsführungsfähigkeit und für
weltweite militärische Intervention umgerüstet.
Die höchsten Spitzen des Staates beanspruchen wieder eine
deutsche Großmachtrolle in der Welt.
Die Friedensbewegung, wir als Teil davon, findet das nicht nur
falsch, sondern auch obszön.
Seit der Münchner Sicherheitskonferenz Ende Januar 2014
wissen wir es noch genauer.
Deutschland soll „die Kultur der Zurückhaltung“ endlich
überwinden, es soll die USA bei der Verteidigung „der freien
und friedlichen Weltordnung“ nicht alleine lassen.
Wir sollen stärker als bisher „Verantwortung“ übernehmen,
notfalls auch mir militärischer Gewalt.
Tatsächlich hat Deutschland sich seit seiner Beteiligung am
völkerrechtswidrigen Jugoslawien-Krieg längst aktiv an
Angriffskriegen beteiligt. Dies allerdings stets gegen den Willen
der eigenen Bevölkerung. Sie lehnt mit einer überwältigenden
Mehrheit von 75 % deutsche Kriegseinsätze weiterhin ab.
Das ist gut so.
Wir brauchen keine „Auslandseinsätze“. 9. Mai: Horst Schmitthenner weiterlesen

9. Mai: Jochen Marquardt

Redetext von Jochen Marquardt, Geschäftsführer der DGB-Region Ruhr-Mark.

Es gilt das gesprochene Wort.

Liebe Freundinnen und Freunde,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich begrüße die vielen Menschen, die heute hier sind und bereits seit vielen Jahren aktiv unterwegs sind – bleibt dabei!
Ich begrüße diejenigen. die heute neu dazu gestoßen sind und dabei vor allem die jungen Menschen, die hier mit uns demonstrieren!
Ein herzlicher Willkommensgruß im Namen der Initiative „GewerkschafterINNen für Frieden und Abrüstung“

Ich freue mich über alle Menschen, die heute hier nach Bochum gekommen sind, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen – ein Zeichen des Gedenkens an den 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus und ein Zeichen für unseren Wunsch und unsere Hoffnung auf ein friedliches, soziales, ökologisches und demokratisches Europa!
Danke an alle, die mit dazu beigetragen haben, dass wir hier und heute zusammen sind.

Es ist an Zeit unsere Forderungen auf die Straße, in die Betriebe und in unsere Städte zu tragen!
Es ist an der Zeit
unseren Wünschen öffentlich Taten folgen zu lassen!
Es ist an der Zeit
unseren Hoffnungen laut und vernehmlich, unübersehbar und unüberhörbar Ausdruck zu verleihen. 9. Mai: Jochen Marquardt weiterlesen

9. Mai: Rainer Einenkel

Redetext von Rainer Einenkel, langjähriger Betriebsratsvorsitzender der Bochum Opelwerke.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hätten wir uns am 8. oder 9. Mai 1945 hier getroffen, hätten wir nur Ruinen gesehen. Am 8. Mai 1945 war Bochum ein Trümmerfeld. Total zerstört war die Hälfte der Schulen, fast sämtliche Kirchen, 22 % des Wohnraums. In der Stadt Dortmund erklärte ein Chronist nach dem 8. Mai 1945: “Die Stadt gleicht den Ruinen des antiken Karthagos”. Das gleiche furchtbare Bild in allen anderen Städten des Ruhrgebietes.

Der 8. Mai 1945 war das Ende eines furchtbaren Krieges und das Ende einer Schreckensherrschaft in Europa. Am Ende stand eine furchtbare Bilanz:

  • 6 Millionen Juden brutal ermordet, erschlagen, in den Konzentrationslagern vergast, verbrannt! 6 Millionen Kinder, Frauen, Männer…
  • 500 000 Sinti und Roma wurden vom Naziregime umgebracht.
  • In den Konzentrationslagern starben zehntausende Antifaschisten, Pazifisten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftler, Christen, Homosexuelle, behinderte Menschen
  • Das furchtbare Ergebnis dieser faschistischen Politik war ein Weltkrieg mit 55 Millionen Toten.

Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus und das ohne Wenn und Aber: Ein Tag der Befreiung! 9. Mai: Rainer Einenkel weiterlesen

9. Mai: Gudrun Müller

Begrüßungsworte von Gudrun Müller, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Bochum Herne

Liebe Freund_innen, Kolleg_innen, liebe Mitstreiter für
Frieden und Solidarität!

Ich begrüße euch ganz herzlich in Bochum. Ich freue mich, dass Bochum mal wieder der Kundgebungsort ist, von dem heute ein wichtiges Signal ausgehen soll – ja vielleicht sogar eine neue Bewegung – vielleicht eine neue Friedensbewegung?
Die Gewerkschaften haben die Initiative ergriffen und sind heute hier mit einer klaren Botschaft:
Im 70. Jahr nach der Befreiung von Krieg und Faschismus sind gerade wir in den Gewerkschaften aufgerufen, uns aktiv gegen jegliche Art von Fremdenfeindlichkeit, gegen rechte Politik und Faschismus – und für Frieden einzusetzen. Dafür stehen wir heute hier gemeinsam. Ich freue mich, dass ihr da seid. 9. Mai: Gudrun Müller weiterlesen

Infos und Materialien zur Demo am 9. Mai

Flugblatt_9-Mai_Seite_1
Flugblatt als PDF-Datei: 9. Mai Bochum 2015: Demonstration und Kundgebung für ein friedliches, soziales und demokratisches Europa

Auf einen Blick: Infos über die RednerInnen am 9. Mai in Bochum

  • EINLADUNG an die GRIECHISCHEN GEMEINDEN zur KUNDGEBUNG FÜR FRIEDEN UND SOLIDARITÄT [PDF-Datei]
  • ΠΡΟΣΚΛΗΣΗ ΠΡΟΣ ΤΙΣ ΕΛΛΗΝΙΚΕΣ ΚΟΙΝΟΤΗΤΕΣ ΓΙΑ ΤΟ ΣΥΛΛΑΛΗΤΗΡΙΟ ΕΙΡΗΝΗΣ ΚΑΙ ΑΛΛΗΛΕΓΓΥΗΣ [PDF-Datei]

Fakten-und-Irrtuemer-ueber-Griechenland
Folie: Fakten und Irrtümer über Griechenland und seine Schulden von Jochen Marquardt, DGB Regionsgeschäftsführer [PDF-Datei]

Veranstaltungen rund um den 8. Mai mit Mobilisierungsmöglichkeit für den 9. Mai [PDF-Datei]

Vorschlag Redebaustein [PDF-Datei]

Faktencheck-HELLAS
Zeitung – Faktencheck zu Griechenland

Pünktlich zum 1.Mai wird ein 2. Faktencheck zu Griechenland erscheinen. Verschiedene Autorinnen und Autoren versuchen der alltäglichen Berichterstattung in den Medien mit einem Faktencheck zu begegnen. – Exemplare liegen auf den Maikundgebungen in unserer Region bereit
Zeitung als PDF-Datei.

Auf einen Blick: Infos über die RednerInnen am 9. Mai in Bochum

Giorgos Chondros
Giorgos Chondros

Giorgos Chondros, geb. 1958 in Mesochora, Trikala (Zentralgriechenland)
Studium Ethnologie und Touristik in Wien, aktive Beteiligung an der Studentenbewegung, 1987 Rückkehr nach Griechenland, im Tourismus in Athen und Trikala beschäftigt, seit zwanzig Jahren Aktivist in der Umweltinitiative gegen das Staudammprojekt und die Umleitung des Flusses Acheloos, dem sein Geburtsort Mesochora weichen soll; ehemaliger Bürgermeister von Mesochora; Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied von SYRIZA.

Rainer Einenkel
Rainer Einenkel

Rainer Einenkel, geb. 1954 in Thum
1972 Lehre als Starkstromelektriker bei den Opelwerken, in denen schon sein Vater arbeitete. Seit 2004 Betriebsratsvorsitzender des Opelwerks in Bochum und Mitglied im Aufsichtsrat der Adam Opel AG. Nach Schließung des Opel-Werks in einer Transfer-Gesellschaft.

Jochen Marquardt
Jochen Marquardt

Jochen Marquardt, geb. 1955 in Remscheid
gelernter Industriekaufmann. Begann seine gewerkschaftliche Arbeit als Jugendvertreter in einem Metallbetrieb und ist seit rund 40 Jahren Gewerkschaftsmitglied. Seit 2007 ist er Stadtverbandsvorsitzender des DGB-Hagen und seit 2013 Geschäftsführer der DGB Region Ruhr Mark. Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, die in diesem Jahr zum 40.mal ihr wirtschaftspolitisches Alternativprogramm „Memorandum“ herausgibt.

Gudrun Müller
Gudrun Müller

Gudrun Müller, geb. 1956 in Haltern
aufgewachsen in einer Bergarbeiterfamilie, Lehramtsstudium in Geschichte, Soziologie und Kunst, Umschulung auf gewerkschaftliche Bildungsarbeit, Personalrätin während des Referendariats, seit 1991 hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin, seit 2009 Geschäftsführerin ver.di Bezirk Bochum-Herne, Mitinitiatorin und Gründungsmitglied „Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ (2010).

Miltiadis Oulios
Miltiadis Oulios

Miltiadis Oulios, geboren 1973, arbeitet u.a. als Autor, Reporter und Radiomoderator beim Kölner Radiosender „Funkhaus Europa“. Er befasst sich mit Themen der Einwanderungsgesellschaft und den dort stattfindenden Kämpfen um Anerkennung und Rechte.

Horst Schmitthenner
Horst Schmitthenner

Horst Schmitthenner, geb. am 4. Juli 1941 in Siegen, Westfalen
gelernter Maschinenschlosser; über 2. Bildungsweg und gewerkschaftlichen Fortbildung Abschluss des Studiums 1979 mit dem Grad eines Dipl.-Soziologen. Seit 1957 IG Metall-Mitglied und im Juni 1985 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Neuwied, lange Mitglied im IGM-Vorstand. Hält jetzt im Verbindungsbüro Soziale Bewegungen für die Gewerkschaft den Kontakt zu Parteien und Gruppen.

Claudia Zinn
Claudia Zinn

Claudia Zinn, geb. 1984 in Herdecke
Ausbildung zur Versicherungsfachangestellten bei der Stadtverwaltung Dortmund, gleichzeitig JAV der Stadtverwaltung und ver.di Jugend Dortmund (Jugendvorstand, Mitglied Tarifkommission öD), seit 2010 Jugendsekretärin ver.di Bezirk Bochum-Herne.

Infos in einer PDF-Datei.