Kategorie-Archiv: aktuell

Newsletter vom 7.12.2016

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, in der Folge Infos und Terminhinweise:

  • auf der Veranstaltung mit Hans-Jürgen Urban am 17.11. in Sprockhövel (Bericht hier) haben wir viele Impulse bekommen. Diese gilt es nun in strategische Überlegungen und weitere Aktivitäten umzusetzen. Für diese Debatte und zur weiteren Vernetzung laden wir für Donnerstag, den 15.12. um 18.00 Uhr nach ver.di Bochum, Universitätsstr. 76 ein.

 

  • Spätestens nach der Trump-Wahl in den USA darf nicht darauf gehofft werden, dass sich mit Rechtspopulismus keine Wahlen gewinnen lassen. Umso mehr gilt es mit den unterschiedlichsten Gruppen nach der Ursachenanalyse Gegenstrategien zu entwickeln. Unter dem Titel „Rechte Offensive in Europa – verhindern!“ wollen wir am Dienstag, den 13. Dezember um 19.00 Uhr bei ver.di Bochum u.a. mit Giorgos Chondros (Parteivorstand Syriza) und Ismail Küpeli (Journalist, mediz. Flüchtlingshilfe) eine europäische Bestandsaufnahme vornehmen und unterschiedlichen Fragestellungen nachgehen. Hier geht’s zur Einladung

 

  • Am 17. Dezember um 14.00 Uhr findet in Essen bei proAsyl, Friedrich-Ebert-Str. 30 die Friedensversammlung Rhein-Ruhr statt, bei der der Ostermarsch-Aufruf Rhein-Ruhr 2017 beraten und beschlossen werden soll.

 

 

 

Sozialstaat und Demokratie auf der Kippe

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Sozialstaat und Demokratie auf der Kippe? = JA!!, wenn nicht ganz schnell …

Sich systematisch Gedanken zu machen, kommt im gewerkschaftlichen Alltagsgeschäft oft unter die Räder. Rechtspopulismus kein neues Problem, auch kein amerikanisches und in hoch kapitalistischen Ländern entwickelt. Internationalismus des Rechtsextremismus ist gleichzeitig antidemokratisch.

Es bedarf einer gründlichen Analyse, als Voraussetzung für Einschätzungen und Ideen für Veränderungen. Dabei kommt den Gewerkschaften eine aktive Rolle zu.

Sozialstaat und Demokratie benötigen Erneuerung, dafür müssen Gewerkschaften ihr gesellschaftspolitisches Mandat annehmen!!

Kapitalismus und Demokratie sind keine engen Freunde – sie stehen in einem immanenten Konflikt!!

Kapitalismus ist ein ökonomisches Modell, das systematische Aggressionen entfaltet:

  1. Zwang nach ungeheurem Wachstum und Kapitalkonzentration, Kapitalkonzentration führt zu ökonomischer Macht, die dann in politische Macht transformiert wird, die über den Nationalstaat hinausgeht
  2. Immanente Tendenz zu sozialer Spaltung, die eine Prekariat und eine Schicht mit Abstiegsängsten entwickelt. Löhne und Arbeitsbedingungen sind das Ergebnis der kollektiven Macht. Wenn diese nicht stark genug ist, verkommt Lohnarbeit zum nackten Produktionsfaktor. Wenn die kollektive Kraft für den Kampf für humanitäre Arbeits- und Lebensbedingungen nicht reicht, führt das Arbeitslosigkeit mit einem hohen Grad von Jugendarbeitslosigkeit. Dies führt zu einer radikalen Spaltung der Klasse der Lohnabhängigen und dies zu einer Gefahr für die Demokratie, denn die abgehängten leben frustriert und/oder reiben sich im täglichen Überlebenskampf auf.
  3. Hegemonie (Gramsci) = eigene Interessen als gesellschaftliche Allgemeininteressen zu definieren und durchzusetzen: Stabilität der Wirtschaftsordnung durch Politik, Gesetze und staatliche Gewalt. Hegemonie wird produziert, ohne, dass man es merkt: Medien, Zeitungen, Gewerkschaften, Wissenschaft und … organisieren so die Herrschaft über die Köpfe.

Diese Analyse ist dauernd zu aktualisieren.

Im Nachkriegsdeutschland ist es gelungen ein Modell zu installieren, dass vieles austariert und so Wohlstand für Viele organisiert hat.

Die Dynamik des Marktes wurde durch politische Macht kanalisiert, die Wertschöpfung in soziale Wohlfahrt entwickelt. Ökonomisches Eigentum wurde in soziales Eigentum des Lohnabhängigen umgewandelt und man hatte so die Krisenhaftigkeit und Aggressionen des Kapitalismus im Griff. Auf die Krise in der Wertschöpfung, auf rückläufiges Wachstum reagierte man mit Wegnahme der sozialen Regulierungen, was in ökologischen Folgen und soziale Spaltung resultierte. So entstand Akkumulation durch Enteignung des sozialen Eigentums der abhängig Beschäftigten.

Je mehr die ökonomische Prosperität schrumpft, je mehr verliert das System an Akzeptanz, was zu Hegemoniekämpfen und zu einer Dominanz der herrschenden Klasse führte. Das wiederum lässt die Probleme größer werden, was die Menschen beim Versuch sich damit zurecht zu finden, verunsichert. Diese Verunsicherung macht sich der Populismus zu nutzen und spaltet durch die Produktion von Freund/Feindbilder: Unten/oben = Volk/Elite; draußen/drinnen (nationalistisch); gepaart mit Nazivokabular: „Lügenpresse“, Systemparteien, EU-Bürokratie,

Wem dient diese Spaltung ??  Wer gibt eine Perspektive gegen die Angst vor dem Absturz? Früher führten solche Ängste eher nach „links“ zu den Kommunisten .. – von den Sozialdemokraten (nachdem die sich der Mitte zugewandt haben) fühlt man sich im Stich gelassen, Solidarität hat keinen Wert mehr – fehlendes Klassenbewusstsein – sie haben keine Repräsentanten mehr (W. Merkel: Anerkennung und Identitätsfrage) – „links“ gab es kein Angebot..

Was machen:

  • soziale Sicherung erneuern und auf den Stand der Zeit bringen
  • moderne Gesellschaft entwickelt sich in rasanter Geschwindigkeit und hat dementsprechende anspruchsvolle Anforderungen an die Menschen: die einen kommen mit, die anderen werden abgehängt und dadurch depressiv
  1. wir brauchen einen Schutzmechanismus mit einem Mindestmaß für alle, auf den Niveau des Reichtums der Gesellschaft (Sozialversicherungen – Lohnsystem=Tariflandschaft mit einem größtmöglichen Geltungsbereich
  2. Wir brauchen mehr Wirtschaftsdemokratie! Die Ökonomie ist aggressiv und die Gesellschaft aktuell zu defensiv, bzw. die Macht der Gewerkschaften reicht nicht aus, um dagegen zu halten. Politik darf Arbeitslosigkeit als Massenphänomen nicht akzeptieren. Geld ist genug da, wenn unser Steuersystem den vorhandenen Reichtum, den die Gesellschaft ja selbst erarbeitet hat, umverteilt. In der Krise, als die Angst vor Massenentlassungen immanent war und Gelder zur Unterstützung der Wirtschaft ausgegeben wurden, gab es ein kleine Zeitfenster zur politischen Steuerung: „public fond“ unter folgender Prämisse: Wer Geld bekommt, darf nicht entlassen, muss ökologische Auflagen erfüllen und gehört unter öffentlichen Einfluss!
  3. Europa muss sich neu begründen! in transnationalen Systemen und bei global handelndem Kapital ist die nationalistische Phase eine Katastrophe für die Arbeitnehmerbewegungen. Allerdings braucht Europa einen ehrlichen politischen Adressaten, der demokratisch die Austeritätspolitik überwindet und eine offensive Sozialstaatspolitik betreibt.
  4. Für Gewerkschaften gilt auch kein „weiter so“, sie müssen ihr politisches Mandat wieder viel stärker nutzen und über die Betriebe hinaus in die Politik wirken. Dazu bedarf es „ökonomischer Gegenthesenstatt normativer Werte“ (Jürgen Kaube). Dies sollte in 4 Schritten erfolgen: Werte erneuern, Analyse der Situation, Gegenstrategien und abschließend den demokratischen Meinungsstreit um Veränderungen führen.

Thesen aus der Debatte:

  • Rechtspopulismus umkämpft die Orientierungslosen, erreicht das abgehängte Präkariat emotional, und ist dabei im Kern neofaschistisch.
  • Fiskalpakt ist die Schuldenbremse auf europäisch und ist in beiden Ebenen falsch
  • mit einer Bildungsoffensive den Kampf um die Köpfe führen
  • für Empörung und Organisation von Gegenmacht sorgen, dabei die abgehängte Arbeiterklasse rational und emotional abholen und mitnehmen
  • 5 zentrale politische Forderungen für das Wahljahr:
  1. soziale Sicherheitssystem wieder paritätisch, armutsfesten Renten, ohne Diskriminierung und einem gut ausgebauten Gesundheitssystem
  2. Integration von Geflüchteten muss gelingen
  3. wir brauchen ein qualitatives ökologisches Wirtschaftswachstum
  4. der öffentliche Dienst muss wieder ausgebaut werden, denn er bestimmt die Qualität des Lebens vor Ort
  5. Qualität der Bildung sicherstellen, wobei über Ziele und Inhalte neu gerungen werden muss (Persönlichkeitsbildend statt Verwertbarkeit)

Rede  von Hans-Jürgen Urban als Video

Auswertungs- und Vernetzungstreffen: 15.12. 18.00 Uhr bei Ver.di Bochum

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Newsletter vom 21. Oktober 2016

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

hiermit möchte ich euch auf die nächsten regionalen Veranstaltungen hinweisen, mit der Bitte die Einladungen an Interessierte weiter zu geben!

Das nächste Treffen der Initiative findet am 15. Dezember um 18.00 Uhr bei ver.di Bochum statt, bei dem wir die Veranstaltung in Sprockhövel auswerten und nächste Aktivitäten planen werden.


26. Oktober 2016 18.00 Uhr Reinoldinum Dortmund „Reichtum umverteilen jetzt!“  – Referent: Prof. Dr. Heinz Bontrup

Wir wollen an zentralen Bereichen deutlich machen, was in NRW fehlt und für alle Bürger*innen gebraucht wird. Wir wollen sichtbar machen, was dies absehbar kosten wird und dass dazu NRW Mrd. an zusätzlichen Einnahmen braucht. Wir wollen einklagen, dass dazu die Umverteilung des Reichtums jetzt, Steuergerechtigkeit und das Austrocknen der Steuerhinterziehung notwendig ist.

  1. Was fehlt in Bereichen wie Öffentliche Infrastruktur – Wohnen – KitAs – Kommunen – Schulen – Kultur – Soziales (Armut, Arbeitslosigkeit, Eingliederung ….) – Hilfe für und Integration der Flüchtlinge….. Exemplarische Darstellung der Situation und Defizite, zentralen Forderungen und notwendigen Mittel
  2. Referat Prof. Dr. Heinz Bontrup: Ursachen der sozialen/kulturellen Defizite und fehlenden Mittel – Rückumverteilung des Reichtums notwendig – Ansätze dazu (insbesondere für NRW)

Einladungsflyer


17. November 2016 – 19.00 Uhr im IGM Bildungszentrum Sprockhövel Demokratie und Sozialstaat auf der Kippe!

Referent: Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Mitglied IGM

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich mit uns in- und außerhalb der Betriebe für einen Politikwechsel engagieren möchten. Kriege und Flucht, Ursachen von Terror und Rechtsextremismus, Demokratie- und Sozialabbau, Umweltzerstörung, Neoliberalismus und Austeritätspolitik sowie der Zerfall Europas sollten nicht länger separat thematisiert werden. Es ist an der Zeit, dass wir uns zusammenschließen und beginnen den Aufbruch gemeinsam zu organisieren. Diese Veranstaltung ist der Auftakt aus gewerkschaftlicher Sicht für eine effektive Bündnisarbeit zur Durchsetzung eines Politikwechsel im kommenden Jahr. Den Aufbruch jetzt organisieren!!

EinladungsflyerEinladungsplakat


29. November 2016 – 16.30 im Jahrhunderthaus Bochum –  Ruhrkonferenz der Gewerkschaften

Referent: u.a. Guntram Schneider, MdL: gewerkschaftliche Verantwortung im Revier

Gewerkschaften sind im Revier eine prägende Kraft. Ihre Erfahrung und ihre Arbeit haben große Bedeutung in Unternehmen, Verwaltungen und öffentlichen Debatten. Die Arbeit der Betriebs- und Personalräte schafft immer wieder neue, meist problemorientierte Arbeitszusammenhänge mit den regionalen Körperschaften und dem Regionalverband Ruhr. Fast immer geht es dabei um Arbeit und Beschäftigung.

„Gewerkschaften im Revier“ lautet die Überschrift einer neuen Tagungsreihe, die getragen wird vom Regionalverband Ruhr (RVR) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Damit unterstreichen beide Träger ihre Verantwortung für zukünftige Entwicklungen im Ruhrgebiet. Um die wirtschaftliche Kraft des Ruhrgebietes zu stärken, den sozialen und ökologischen Umbau zu organisieren, wollen der Regionalverband und die an-sässigen Gewerkschaften mit ihren Betriebs-und Personalräten zusammenwirken.  Am Anfang steht die Eröffnungskonferenz „Gewerkschaften im Revier“. Betriebs- und Personalräte, Arbeitsdirektoren und Gewerkschaftsvertreter werden über Probleme, Chancen und Aufgaben im Revier debattieren. Weitere Tagungen werden sich mit den Themen „Arbeit und Wirtschaft im Revier“ sowie „Arbeit und Soziales im Revier“ anschließen.

Eingeladen sind alle, die dem Ruhrgebiet eine verantwortliche gewerkschaftliche Stimme bei der Bewältigung der Zukunftsaufgaben zutrauen und geben wollen.

Die Ruhrkonferenz der Gewerkschaften ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt- und Kreisverbände in den DGB-Regionen des Ruhrgebietes und des Regionalverbandes Ruhr. Sie findet im Rahmen der DGB-Initiative „NRW 2020“ statt.

Einladung und Programm zum download

 

 

Newsletter vom 31.8.2016

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! – Antikriegstag in der Region

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Mit dem Antikriegstag erinnern die Gewerkschaften an den Überfall auf Polen und den Beginn des zweiten Weltkriegs am 1. September 1939, mit seinen 60 Millionen Toten. Sie erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ideologie verfolgt und ermordet wurden.

65 Millionen Menschen sind heute weltweit auf der Flucht. Sie fliehen vor Armut, Hunger und Krankheit. Sie fliehen vor Unterdrückung aufgrund ihrer politischen Anschauungen, ihres Glaubens, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung. Sie fliehen in der Mehrheit vor Kriegen und Bürgerkriegen. Die Kriege unserer Zeit, befeuert von Waffenlieferungen und logistischer Unterstützung auch aus Deutschland, sind eine wesentliche Ursache für millionenfache Flucht und menschliches Elend. Sowohl historisch und auch aktuell haben wir deshalb eine besondere Verpflichtung die Würde der Flüchtlinge zu schützen. Ihnen Schutz zu gewähren und Perspektiven zu eröffnen ist zugleich Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Gewalt gegen Flüchtlinge und Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren, sind Angriffe auf die freiheitlichen demokratischen Grundprinzipien der Bundesrepublik Deutschland. Die Morde und Angriffe sind die Spitze eines Eisberges aus weit verbreiteter Menschenfeindlichkeit, Hass gegen Andersdenkende und Demokratiefeindlichkeit. Die Diskussionen um Rüstungskonversion und ziviler Konfliktbewältigung muss intensiver geführt werden, anstatt mit Terrorszenarien und Notvorratsvorschlägen die Kriegsvorbereitung zu betreiben. Wir brauchen eine Politik einer weltwirtschaftlichen Vernunft, die das Elend in der Welt beseitigt und den Weltfrieden möglich macht.

Hier der DGB-Aufruf-zum-Antikriegstag-2016 sowie kurze Informationen über die Antikriegstagsaktivitäten in der Region:(sofern nicht anders angegeben immer am 1. September)

Bochum:  19.00 Uhr ver.di-Haus Bochum, Universitätsstr. 76: „Krieg ist keine Lösung – Der Kosovo im Jahr 2016“  mit Serdal Yüksel; nach der Begrüßung des ver.di Kollegen Michael Sievers und des Grußwortes des DGB Stadtverbandsmitglieds Jochen Bauer wird mit Ausschnitten aus dem WDR-Film „Es begann mit einer Lüge“ zum Vortrag des Landtagsmitglieds übergeleitet, der über Gewinner und Verlierer in dem zerstörten Kosovo berichten wird.

Hagen: 17.00 Uhr Mahnmal gegenüber der Synagoge, 17.15 Uhr am Friedenszeichen in der Hohenzollernstr. mit anschließendem Friedensfest der Friedensmahnwache.

Hattingen: um 17.00 Uhr Ehrenfriedhof Ludwigstal am Mahnmal für die russischen Zwangsarbeiter/innen in Hattingen, Zur Maasbeck; Nach einem Grußwort durch die 1. Bevollmächtigte der örtlichen IGM und DGB Kreisverbandsvorsitzende Clarissa Bader wird Otto König als ehemaliger Bevollmächtigter die Gedenkrede halten. Dennis LeGree wird die Veranstaltung gesanglich begleiten. Abschließend findet die Kranzniederlegung zu Ehren der Opfer von Krieg und Faschismus statt.

Herne: um 17.00 Uhr Mahnwache vor der Kreuzkirche; Nach einer Ansprache von Norbert Arndt wird die Mahnwache durch Musik von Karl Kühn begleitet.

Lüdenscheid: 19.30 Uhr Filmvorführung „Meister des Todes“ + 4. September: 10.30 Uhr Friedensappell Kriegsgedenkstätte Hühnersiepen

Witten: 17.00 Uhr in der Johanniskirche; Nach einem gemeinsamen Gang um 18.00 Uhr zum Mahnmal im Lutherpark wird Antonia Kühn vom DGB NRW eine Rede „Für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung“ halten. Darüber hinaus informiert die Ausstellung der Menschenrechtsorganisation „Asyl ist Menschenrecht“ in der Zeit vom 27. August bis 11. September in der Johanniskirche über Fluchtursachen und Fluchtgefahren. Die Ausstellung kann auch am 1. September ab 16.00 Uhr betrachtet werden.

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Die nächsten Termine der Initiative bitte vormerken:

  1. September und 15.12. jeweils 18.00 Uhr bei ver.di Bochum

und natürlich der 17.11. „Sozialstaat auf der Kippe“ mit Hans-Jürgen Urban

Newsletter vom 9.6.2016

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

  • leider müssen wir euch mitteilen, dass die Veranstaltung „Demokratie und Sozialstaat auf der Kippe“ am 21. Juni in Sprockhövel ausfällt. Allerdings wird sie auf einen anderen Termin verschoben und ihr dürft euch schon den neuen Termin vormerken: 17. November, auch wieder 19.00 Uhr im IGM Bildungszentrum Sprockhövel.

 

  • Bis dahin werden wir in der Initiative das Positionspapier des Instituts Solidarische Moderne (ISM): „Mit der Demokratie neu beginnen – Gegen die Politik der Angst, für eine Politik der Hoffnung!“ diskutieren und treffen uns dazu am 16. August um 18.00 Uhr bei Ver.di in Bochum. Das Papier ist auch hier nachzulesen.

Beim nächsten Treffen werden auch unsere Struktur + Arbeitsweise sowie über die Themenwahl + Vorgehensweise in Hinblick auf die Landtags- und Bundestagswahl diskutieren.

  • Der „Antikriegstag“ wird wie im letzten Jahr dezentral stattfinden, dabei gilt es vorhandene Aktionen auszubauen und neue zu initiieren. Die Aktivitäten sollten möglichst wieder von Bannern und Plakaten der Initiative begleitet werden.

Wir sehen uns am Samstag, den 18.6. in Bochum bei der Menschenkette …

Aufruf: Hand in Hand gegen Rassismus – für Vielfalt und Menschenrechte

Menschenketten am 18./19.06.2016

Für die Aufnahme der Flüchtlinge engagieren sich in Deutschland Hunderttausende. Weltweit findet dies Anerkennung. Gleichzeitig brennen Häuser, Rassist*innen bedrohen Menschen auf offener Straße. Flüchtlinge werden attackiert und als Terroristen diffamiert, obwohl sie selbst vor Terror fliehen. Menschen anderer Hautfarbe, Religionen, aber auch Lesben, Schwule, Transgender, hauptamtliche und freiwillige Helferinnen und Helfer, Politikerinnen und Politiker werden in Deutschland beschimpft und angegriffen. Europa schottet sich ab. Der gesellschaftliche Zusammenhalt und die demokratischen Grundwerte werden auf die Probe gestellt. Mit der Aktion Menschenkette treten wir für ein weltoffenes, menschliches und vielfältiges Deutschland und Europa ein. Nur gemeinsam und miteinander werden wir die globalen Herausforderungen meistern.

Lasst uns in ganz Deutschland am 18./19.06.2016 Menschenketten der Solidarität starten! Unabhängig von Glaube, Herkunft, Hautfarbe und sexueller Identität – wir stehen für die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte. Die Genfer Flüchtlingskonvention darf nicht in frage gestellt oder durch nationale Asylrechtsverschärfungen untergraben werden.

AKTIV UND SICHTBAR FÜR EINE DEMOKRATISCHE UND FRIEDLICHE GESELLSCHAFT

Wir wissen, dass vor allem die Fluchtursachen bekämpft werden müssen. Gleichzeitig dürfen wir jedoch die Augen vor der Not der Menschen, die vor Verfolgung, Terror, Krieg und Armut fliehen, nicht verschließen. Wir akzeptieren nicht, dass Menschen, die Schutz suchen, auf der Flucht nach Europa sterben.

Wir rufen dazu auf:

  • Für eine offene Gesellschaft einzustehen – vor Hass und Vorurteilen nicht zurückzuweichen.
  • Rassismus und Hassreden friedlich aber entschieden entgegen zu treten.
  • Flüchtlinge und alle zu schützen, die von rassistischer Hetze und Angriffen bedroht werden.
  • Wirksame Schutzkonzepte für Frauen, Kinder, Schwule, Lesben und Transsexuelle zu entwickeln und umzusetzen.
  • Fluchtursachen zu bekämpfen.
  • Waffenexporte in Krisengebiete zu stoppen.
  • Haupt- und ehrenamtliche Helfer_innen in ihrer wertvollen Arbeit besser zu unterstützen.
  • Für Teilhabe und Integration zu sorgen. Alle Menschen haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf bezahlbaren Wohnraum und auf Zugang zu Bildung und Arbeit.

Weitere Infos über die Bochumer Menschenkette hier

Bochumer Aufruf unterstützen!

Wir trauern um unseren Freund und Kollegen Jochen Marquardt

der am 26. Mai 2016 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Sein Tod ist für uns alle unfassbar, ohne Jochens mitreißenden Tatendrang wird es für uns alle schwer die von ihm 2015 mitgegründete Initiative Gewerkschafterinnen für Frieden und Solidarität weiterzuführen. Jochen gab Anstöße für die Belebung und Neubelebung der gewerkschaftlichen Grundtugenden im Kampf für soziale Gerechtigkeit, Frieden und internationale Solidarität.

Jochen konnte streiten und kämpfen. Immer überzeugend, unbestechlich und solidarisch an der Seite seiner Kolleginnen und Kollegen. Mit Sachverstand, Zuverlässigkeit und Kollegialität hat er tiefe Spuren im Ruhrgebiet und darüber hinaus hinterlassen.

Jochens Tod ist für uns Ansporn, noch stärker gegen die soziale Spaltung der Gesellschaft, die ökologische Zerstörung, gegen Rassismus und Nationalismus zu kämpfen und eine Wende zu sozialer Gerechtigkeit durchzusetzen.

Er wird uns allen fehlen.

Die Trauerfeier für Jochen findet am Samstag, 4. Juni um 11:00 Uhr in der Trauerhalle des Rembergfriedhofes, Eickertstr.  58095 Hagen statt.

Die Entschärfung der humanitären Katastrophe in Griechenland war Jochen immer ein wichtiges Anliegen. Statt gut gemeinter Anzeigen, Blumen und Kränzen wäre es in Jochens Sinne, praktische Solidarität zu üben und für die Sozialklinik in Athen auf das Konto zu spenden:

Stichwort: Gewerkschaften helfen – Sozialklinik Athen / Jochen Marquardt

Humanitäre Cuba Hilfe e.V.

Stadtsparkasse Dortmund IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36

Newsletter vom 28.04.2016

Hiermit möchten wir euch wieder mit aktuellen Terminen und Informationen versorgen:

  •  der 1. Mai steht vor der Tür: „Zeit für mehr Solidarität – Viel erreicht und noch viel vor!“ lautet das diesjährige Motto. Den Aufruf und die dazu veröffentlichten Hintergrundmaterialien stellen wir als Link zur Verfügung: Der Aufruf + Hintergrundmaterialien

 

  • Informationen über die die Kundgebungen der DGB Ruhr-Mark findet ihr hier.

 

  • das Manuskript des Vortrages von Anne Rieger auf unserem Workshop am 19.03. zur Rüstungskonversion findet ihr hier.

 

  • Am 21. Juni findet von 19.00 – 21.00 Uhr die verabredete Veranstaltung mit Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, im IGM Bildungszentrum Sprockhövel statt. „Demokratie und Sozialstaat auf der Kippe“: Ausgehend von der sozialen Frage wird Hans-Jürgen Urban eine Analyse der aktuellen Politik liefern und Ansätze für ein gewerkschaftliches Handeln im Hinblick auf einen Politikwechsel diskutieren.

Hiermit stellen wir euch den Einladungsflyer in verschiedenen Versionen zur Verfügung. Bitte druckt euch entsprechend die Exemplare aus und bewerbt die Veranstaltung an euren Infoständen auf den Mai-Kundgebungen. Der Saal muss mit mindestens 150 Menschen gefüllt werden, deshalb viele Kolleginnen und Kollegen darauf ansprechen, damit unsere Initiative bekannter und breiter wird.

Flyer A4Flyer langFlyer A5/Ausdruck

(Druckinfo: das Dokument Urban 21.6.A5-Ausdruck ist in A4 – bei Druckeinstellungen 2auf eine Seite bekommt ihr einen Ausdruck in A5)

  • Die Spenden-Aktion des DGB NRW für die „Sozialklinik“ in Athen benötigt weiter eure Unterstützung. Bitte nutzt jede Gelegenheit darauf hinzuweisen. Griechenland braucht weiter unsere Solidarität und Unterstützung, auch wenn und gerade weil deren Probleme gerade nicht die Schlagzeilen bestimmen. Infos + Spendenaufruf
  • Darüber hinaus wurde in unserer Region ein Positionspapier zur Flüchtlingspolitik erstellt. Dieses stellen wir euch hier zur Verfügung. Weitere Infos auf unser Ruhr-Mark Homepage unter dem Stichwort Flüchtlinge.

 

  • Nächstes Treffen der Initiative zur Abstimmung der nächsten Aktivitäten: 7.  Juni 18.00 Uhr – Ver.di Bochum

Newsletter vom 24.03.2016

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der Workshop zum Stopp von Waffenhandel und Rüstungskonversion hat stattgefunden.

Hier findet ihr den PPP-Vortrag und hier das Manuskript von Anne Rieger. Den Vortrag von Jürgen Grässlin können wir leider aus urheberrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen.

Der handlungsorientierte praktische Teil des Workshops ist leider etwas zu kurz gekommen. Hier die diskutierten Handlungsstränge:

  • Den Tätern ein Gesicht, den Opfern eine Stimme geben
  • Staffellauf 2017 (von einer Rüstungsproduktionsstätte nach Berlin)
  • Beispiele für sinnvollere Verwendung von Steuergeldern
  • Fokus auf Regierungspolitik
  • Zusammenarbeit mit Flüchtslingsräten/-bewegung
  • Perspektive Bündnis fürs Leben
  • Gabriel hat die Waffenexporte ver4facht

Gute Quellen für Datenlagen und Informationen:

www.isw-muenchen.de

www.imi-online.de

www.rib-ev.de

Vorschläge für Losungen, die für Transparente o.ä. genutzt werden könnten:

  • Produkte fürs Leben, statt Waffen für den Tod
  • Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten
  • Grenzen auf für Flüchtlinge, Grenzen zu für Waffen
  • Keine Steuergelder für den Tod
  • Günstige Wohnungen statt teure Waffen
  • Geld fürs Leben statt für den Tod
  • Asylpaket II ist illegal
  • Menschen achten, Waffen ächten

DGB NRW organisiert praktische Solidarität mit Griechenland – Die “Sozialklinik” in Athen unterstützen!

Nordrhein-westfälische Gewerkschaften organisieren Spenden-Aktion

“Sozialklinik” hilft

Seit 2013 stellt die “Solidaritätsklinik” mitten in Athen täglich eine grundlegende gesundheitliche Versorgung für alle bereit. Das Team um Dr. Constantine Kokossis versorgte seit der Eröffnung mehr als 16.000 Menschen mit dringend erforderlichen Untersuchungen und Behandlungen. Seit 2015 nehmen auch immer mehr Flüchtlinge die für sie kostenlose Hilfe in Anspruch.

DGB NRW-Spendenaktion für Labor

Für effektive Diagnosen fehlt der “Solidaritätsklinik” ein Labor, um zuverlässig Medikationen und Behandlungen durchzuführen. Der DGB NRW will hier Solidarität organisieren und die Einrichtung einer solchen Laboreinrichtung durch eine landesweite Spendenaktion zu unterstützen und ruft deshalb zu einer Spendenaktion auf.

Spendenaufruf gibt es hier:

Weitere Infos hier

 


 

Mitmachen beim Ostermarsch:

Angesicht der Angriffe gegen Flüchtlinge und der Wahlerfolge der AfD ist es dringend angesagt, Ostern auf die Straße zu gehen, gegen Krieg und Rüstung, für die Hilfe für Flüchtlinge! Aus unserer Region bietet sich die Fahrradetappe am Ostersonntag von Essen nach Bochum-Langendreer an. Mit dem Regionalexpress mit Fahrradmitnahme von Hagen über Witten ist sie gut zu erreichen ist (ab Hagen um 9:17 Uhr, ab Witten um 9:31 Uhr, um 9:56 Uhr Ankunft in Essen). In Essen redet zum Auftakt die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz., zum Abschluss im Bahnhof Langendreer spricht der DFG-VK Landessprecher Felix Oekentorp  über “Fluchtursache Krieg”. Auch der Ostermontag bietet sich zur Teilnahme an, in Bochum-Werne spricht der ehemalige Opel-Betriebsratsvorsitzende Reiner Einenkel, der schon zum Antikriegstag in Witten eine engagierte Rede hielt. Ab 16 Uhr beginnt dann das Abschlussfest der dreitägigen Aktion im Wichernhaus in Dortmund in der Stollenstraße. Dort spricht Horst Schmitthenner, ehemaliges Bundesvorstandsmitglied der IG Metall. Der Flyer zum diesjährigen Ostermarsch Rhein/Ruhr findet ihr Hier:


Veranstaltung des DGB NRW: am 23. April

Solidarität statt Rechtsruck – Zusammenhalten gegen Rassismus und Ausgrenzung

Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

Weitere Infos hier: http://nrw.dgb.de/termine/++co++5b194b02-d969-11e5-a667-52540023ef1a

Anmeldeschluss der 11. April


 

Schon mal vormerken:  Nächste Veranstaltung am 21. Juni 2016, ab 19:00 Uhr mit Hans-Jürgen Urban, IG Metall, geschäftsführendes Vorstandsmitglied

Ort: IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel

Gewerkschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven für einen Politikwechsel

Die Austeritätspolitik in Europa muss im Zusammenhang mit der Situation der Flüchtlinge und der umkippenden Willkommenskultur in Deutschland diskutiert, die mehr und mehr von Rechtspopulisten ausgenutzt und zur Stimmungsmache missbraucht wird. Die Gefahren für die Menschen, aber auch und insbesondere für die Demokratie, verpflichten uns etwas dagegen zu unternehmen. Wo sind konkrete Ansatzpunkte und was wollen wir tun?


Nächstes Treffen der Initiative: 12. April – 18.00 Uhr – ver.di Bochum, Universitätstr. 76