Kategorie-Archiv: Newsletter Archiv

Newsletter vom 23.10.2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf unserem Treffen in Gevelsberg haben wir als neuen und nächsten Termin:

Mittwoch, den 4. November 2015 um 18.00 Uhr festgelegt.

Ort: DGB-Büro Hagen, Körnerstr. 43

Die Entwicklungen der vergangenen Wochen sind im Zusammenhang mit den zentralen Themen unserer Arbeit von Widersprüchen geprägt. Mut machende Wahlergebnisse in Griechenland und Portugal, die Wahl eines fortschrittlichen Vorsitzenden für die Labour-Party in GB und interessante Entwicklungen in Kanada und den USA, die beeindruckende Demonstration gegen TTIP und für einen gerechten Welthandel setzen positive Zeichen. Obwohl es immer noch eine große Bereitschaft zur Willkommenskultur für Flüchtlinge in Deutschland gibt, setzt die Politik im Land besorgniserregende Signale. Darüber hinaus machen Pegida und andere machen deutlich, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zunehmen. Die Gewerkschaftstage von ver.di und IG Metall unterstreichen den Wunsch unserer Kolleginnen und Kollegen weiterhin für ein soziales und demokratisches Europa einzutreten und auch die Debatte um Krieg und Frieden in unserer Welt hat Eingang in die Kongresse gefunden.

Dieser Debatte wollen wir uns auf der nächsten Sitzung besonders widmen. Wir freuen uns über die Bereitschaft der Kollegen Bernd Benscheidt (ver.di) und Werner Vosseler (IG Metall) uns über die Diskussionen und Ergebnisse, vor allem unter dem Aspekt der Rüstungskonversion, zu informieren.

Wir laden euch ganz herzlich zum nächsten Treffen ein.

 

Vorschlag für die Tagesordnung:

 

  1. Allgemeine Informationen
  2. Berichte von den Gewerkschaftskongressendi und IG Metall Bernd Benscheidt und Werner Vosseler
  3. Vereinbarung über nächste Arbeitsschritte

Bitte informiert uns zügig über eure Teilnahme unter anne.sandner@dgb.de

 

mit solidarisch-friedlichen Grüßen

 

 

Mit kollegialen Grüßen

Jochen Marquardt

Newsletter vom 20.08. zum Antikriegstag 2015

Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag, 1. September 2015

     Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der Antikriegstag ist ein Tag des Erinnerns und des Mahnens: Am 1. September 1939 begann der 2. Weltkrieg mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen. Wir gedenken der europaweit 60 Millionen Toten des Vernichtungskrieges. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften machen zum Antikriegstag deutlich: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Doch bis heute ist die Welt für viele weiterhin kein sicherer Ort. Nie gab es seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges weltweit mehr Flüchtlinge. Politische, ethnische und religiöse Konflikte, Krieg und Bürgerkrieg, Armut und Ausbeutung zwingen die Menschen zur Flucht. Die internationale Staatengemeinschaft muss sich entschiedener dafür einsetzen, dass Auseinandersetzungen nicht mit Waffengewalt ausgetragen und in der Folge humanitäre Katastrophen verursacht werden. Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit können dauerhaft Frieden schaffen. Nur so wird sich auch der Westen vor internationalem Terrorismus schützen können.

Unsere Geschichte verpflichtet uns zu entschiedenem Widerstand gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Wir sind bestürzt und beschämt darüber, wie sehr Flüchtlingen in Deutschland mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit begegnet wird. Wir verurteilen zutiefst die abstoßenden Angriffe auf Menschen, die vor Verfolgung und Terror Zuflucht bei uns suchen. Rechtsextremisten sind dabei vielfach Drahtzieher. Auch um ein klares Zeichen gegen diese menschenverachtenden Umtriebe zu setzen, brauchen wir endlich ein Verbot der NPD und aller neofaschistischen und rechtsextremen Gruppen.

Die Würde jedes Menschen ist und bleibt unantastbar. Die Grundrechte, so wie sie in der EU-Grundrechtscharta verbürgt sind, gelten für alle Menschen innerhalb Europas. Diejenigen, die vor Terrorismus und Krieg nach Europa fliehen, haben ein Recht auf Asyl. Die Europäische Union muss denjenigen helfen, die auf der Flucht über das Mittelmeer in Lebensgefahr geraten. Die Flüchtlinge brauchen eine menschenwürdige Aufnahme und Perspektiven auf soziale und wirtschaftliche Integration in Europa. Es ist beschämend, wie Europa darüber feilscht, welcher Mitgliedsstaat wie viele Flüchtlinge aufnimmt. Nationalismen und Ressentiments haben in Europa keinen Platz. Europa darf nicht seine eigenen Werte verraten!

Ohne Rückbesinnung auf diese Werte und die Stärken eines solidarischen Europas droht der soziale Frieden in Europa zu zerbröckeln. Wie groß diese Gefahr ist, erleben wir längst nicht mehr nur in Griechenland. Um einen Flächenbrand zu verhindern, muss Europa das europäische Sozialmodell stärken – überall. Dazu gehören dringend der entschlossene Kampf gegen die Armut, die Schaffung sozialer Sicherheit, von Teilhabegerechtigkeit und Chancengleichheit. Deshalb fordern wir ein klares Bekenntnis zum europäischen Friedensprojekt, zur europäischen Einheit und zur Sicherung der sozialen Demokratie.

                                                      (Verantwortlich: DGB Bundesvorstand, Berlin)

Antikriegstagsaufruf 2015 DGB


Veranstaltungen in der DGB Region Ruhr Mark und Umgebung:

Wo? Wann? Was?
Bochum:   Willy-Brandt-Gesamtschule, Wittekindstr. 33 01.9. – 19.00 Uhr Eva Kerkemeier, DGB-Vorsitzende BochumDorothea Schäfer, GEW-Landesvorsitzende NRWSchulband der Willy-Brandt-Gesamtschule
Gevelsberg:    IG Metall-Haus 01.9. – 9.30 Uhr Diskussionsveranstaltung mit Otto König
Hagen:            Villa PostInnenstadt + Volkspark 31.8. – 19.00 Uhr01.9. – ab 15.00 Uhr19.00 Uhr Diskussionsveranstaltung mit Andreas ZumachInfostände (Elberfelderstr.)Flashmob: „Klatschen für den Frieden“ (Volkspark)
Hattingen:      Ehrenfriedhof Ludwigstal 01.9. – 17.00 Uhr Gedenkveranstaltung
Herne:             BahnhofstraßeEuropaplatz an der Kreuzkirche 01.9.  tagsüber01.9. – 17:30 Uhr InfostandMahnwache
Lüdenscheid:   Ehrenmal Hühnersiepen 23.8. - 17.30 Uhr06.9. – 11.00 Uhr Glockengeläut und GebetGedenkveranstaltung
Witten:            JohanniskircheMahnmal im Lutherpark 01.9. – 17.00 Uhr18.15 Uhr Friedensgebet und BilderschauKranzniederlegung und Gedenken
Castrop-Rauxel 01.9. Infostände und Ansprachen
Dortmund:      KatharinentreppeMahn-und Gedenkstätte „Steinwache“ 31.8.- 04.9. – 17.00-20.00 Uhr01.9. – 17.00 Uhr Dortmunder FriedensfestivalGedenkveranstaltung (u.a. Prof.Dr. Ahmet Toprak)

Aufruf zum Antikriegstag 2015 mit kleiner Veranstaltungsübersicht RM

postkarte-antikriegstag Bochum

Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen, die sich aus der Initiative an den Aktivitäten zum Antikriegstag beteiligen, ausdrucksfähige Fotos zum anzufertigen und diese an anne.sandner@dgb.de zu schicken. (Banner und Plakat werden zeitnah zur Verfügung gestellt – Material zur Auslage an den Infoständen findet ihr in der Anlage)

Flugblatt September 2015


 

Nächstes Treffen der Initiative: 23.9. – 18.00 Uhr - IGM Gevelsberg – Schwerpunktthema: Spanien – Referentin: Angelica Jimenez-Romo, IGM Vorstandsverwaltung

Newsletter vom 7.08. mit einigen Veranstaltungshinweisen

Dienstag, der 11. August, 19.00 Uhr – Ver.di Bochum, Universitätsstr. 76

Diskussionsveranstaltung: Griechenland nach dem deutschen EU-Diktat

Das Herner Sozialforum und die Bochumer occupy-Initiative lädt ein: Den Einstieg in die Diskussion gestalten: Norbert Arndt (ver.di, GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität), Prof. em. Dr. Jürgen Link (Kulturwissenschaftler, Appell Hellas), Mag Wompel (Labournet, Projekt VIO.ME), Celine Spieker (Hellas Solidarität Bochum, Projekt Soziale Arztpraxis ARTA), Dr. Burkhard Wiebel (Neurowissenschaftler, Projekt Soziale Apotheke Kreta) In der Einladung heißt es: »Wie kann es weitergehen in Griechenland, in der verschärften Krise, nach dem sog. „Kompromiss“, der nichts weiter ist als ein unter bundesdeutscher Dominanz erpresstes EU-Diktat über ein bis dahin noch souveränes Land? In den wenigen kritischen Medien hierzulande ist bereits davon die Rede, dass Griechenland in den Status eines von „Experten” der Troika verwalteten Protektorats versetzt worden sei…


Montag, der 31. August, 19.00 Uhr – Hagen, Villa Post der VHS, Wehringhauserstr. 38

Andreas Zumach: „EU: Friedensstifter oder Kriegstreiber?“  – Frieden: Wie könnte das gehen?

Die Europäische Friedensordnung wird mit Kriegsrhetorik, Eskalationshandlungen und Sanktionsdrohungen in Politik und Medien geradezu fahrlässig aufs Spiel gesetzt. Die EU als Friedensnobelpreisträger hat im weltweiten Waffenhandel eine gewichtige und widersprüchliche Rolle. Die NATO als militärisches Bündnis übernimmt einen eigenen Part in der Vertretung der westlichen Interessen In der Ukrainekrise findet die Rolle der EU in der Berichterstattung kaum Berücksichtigung. Hinzu kommt das Werben von Juncker und von der Leyen für ihre Zukunftsvision einer europäischen Armee. Bei vielen Krisenherden wird die Ursachenbeseitigung oftmals von der Symptombearbeitung in den Hintergrund gedrängt. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird zur Friedensherstellung kaum berücksichtigt und scheint auch über keine geeigneten Instrumente zu verfügen.


Demo Logo groß weitere Infos:

(Anmeldung mit Angabe: Abf.ort, Name, Betrieb, Gewerkschaft erforderlich an: bochum@dgb.de oder hagen@dgb.de )

Bochum, Jahrhunderthaus, Alleestr. 80       4.00 Uhr                                   Bochum, Ver.di, Universitätsstr. 76                4.30 Uhr                                       Gevelsberg, IGM, Großer Markt 9                   4.30 Uhr                               Hagen, DGB-Haus, Körnerstr. 43                     4.40 Uhr                                     Hattingen, ZOB                                                           4.20 Uhr                                      Herne, ZOB                                                                   4.45 Uhr
Lüdenscheid, Bahnhof                                            4.20 Uhr                             Witten, IGM, Hans-Böckler-Str. 12                4.30 Uhr

Plakat 10.10. Region RM

Newsletter vom 14.07.2015: Solidarität mit Griechenland – nicht nachlassen – nachlegen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

in diesen Tagen wurde und wird in Europa über Gegenwart und Zukunft Griechenlands verhandelt. Eine letztliche Einschätzung des Verhandlungsmarathons steht noch aus und wir sollten an erster Stelle den Menschen und der Regierung in Griechenland das Privileg einräumen diese Bewertung vorzunehmen.

Mit dem Referendum in der Vorwoche hat das griechische Volk einer weiteren perspektivlosen Kürzungspolitik eine Absage erteilt. Liest man die jetzt veröffentlichten Punkte aus den Verhandlungen der Brüsseler Nächte scheinen die die meisten verantwortlichen PolitikerINNen der europäischen Politik das Ergebnis des Referendums zu negieren. Ungeklärt erscheint ob die drastischen Auflagen damit verknüpft werden dringende Investitionen und den Abbau der vorhandenen Schulden zumindest in der Substanz zu ermöglichen.

Festzustellen ist allerdings, dass es keine Abkehr von der unverantwortlichen Austeritätspolitik geben soll. Auch wenn es zwischen den Akteuren unterschiedliche Auffassungen gab – die Hardliner um Finanzminister Schäuble haben die Richtung für die europäischen Spitzen in hohem Maße beeinflusst. Alexis Tsipras hat zweifelsfrei versucht die Ergebnisse für das eigene Land und die griechische Politik verantwortungsbewusst in die Debatte einzubringen. Wie gesagt lasst uns mit der Bewertung noch abwarten und schauen wie die Reaktionen aus Griechenland ausfallen werden.

Für uns in Deutschland empfinde ich die Gesprächsausrichtung der Bundesregierung beschämend. Sie schließt nahtlos eine mediale Übermacht ein, die offenkundig den Weg in den Grexit und damit in eine weitere Zuspitzung der humanitären Katastrophe für die Menschen beförderte und die Chancen für eine wirtschaftliche Erholung von Hellas vermindert.

Als Initiative „GewerkschafterINNen für Frieden und Solidarität“ sollten wir gemeinsam und jeweils weiter aktiv für die Solidarität mit Griechenland eintreten. Wir sollten Veranstaltungen organisieren um über die Hintergründe aufzuklären. Wir sollten die Diskussionen in die Betriebe und Verwaltungen tragen, um mehr Kolleginnen und Kollegen zu informieren und aufzufordern mitzumachen beim Kampf um ein anderes und besseres Europa.

Dabei sollten für uns aktuell folgende Punkte im Zentrum stehen:

  • Die humanitären Zustände und das wirtschaftliche Desaster in Griechenland ist nicht Auslöser für die kaum überwindbare Katastrophe – sie ist zum allergrößten Teil Ergebnis der so genannten „Rettungspolitik“ durch Austerität und den Rückbau von sozialen und tariflichen Rechten.
  • Die so genannten „Rettungsaktionen“ haben dazu geführt, dass aus den Schulden der Banken Schulden des Staates wurden und die Staatsverschuldung von etwa 120 Prozent auf rund 180 Prozent angestiegen ist.
  • Die medizinische Versorgung von Millionen Menschen in Griechenland ist völlig unzureichend und erinnert in ihrem Zustand an ein Entwicklungsland – das ist für Europa blamabel und für die Menschen unerträglich
  • Die Rechte der ArbeitnehmerINNen wurden immer mehr beschnitten und die Einkommensverluste haben ein Maß erreicht, dass immer mehr Menschen in Armut geraten sind.
  • Die Lebenssituation für RentnerINNer ist inhuman und stellt das Land vor kaum lösbare Aufgaben

Unabhängig davon, dass die Aufklärung über die Situation in Griechenland weiter vorangetrieben werden muss, dass es eine große Herausforderung bleibt der medialen Berichterstattung mit sachlichen Argumenten entgegenzutreten und immer wieder zu versuchen über Zusammenhänge aufzuzeigen, wird es immer wichtiger die Verantwortung der deutschen und europäischen Politik nachzuweisen.

Die bisher bekannten Ergebnisse der Nacht in Brüssel dürfen nicht auf die Griechenland reduziert werden. Sie machen deutlich, dass es keine Abkehr von der seit Jahren fehlorientierten Politik geben soll. Sie unterstreichen die Notwendigkeit nach einem Politikwechsel in Europa und den berechtigten Forderungen hin zu sozialer Verantwortung und demokratischer Neuausrichtung. Sie erfordern ein Ende einer Wettbewerbsordnung, die alles billiger und nichts besser machen soll. Für uns in Deutschland machen sie nachhaltig deutlich, dass auch in unserem Land ein Politikwechsel dringend erforderlich ist. Dafür können wir weder die Griechen noch irgendwen anderes verantwortlich machen – das ist unsere ureigene Aufgabe und die müssen wir angehen.

Hierzu sollten wir Veranstaltungen organisieren, Informationen und Diskussionen anzubieten. Hierzu sollten wir über Aktionen und Aktivitäten nachdenken. Es gibt viel zu tun – lasst uns gemeinsam dafür eintreten.


In diesem Sinne eine erste Einladung nach Hagen:

Teaser Gegen den Strom

Donnerstag, 16. Juli 19.00 Uhr – Kulturzentrum Pelmke – Griechenland nach dem Referendum-Chaos oder Chance ?

Referent: Dimos Rakanidis

Die Griechinnen und Griechen haben sich mit ihrem Referendum deutlich gegen eine Politik des sozialen Kahlschlags und der wirtschaftlichen Trümmerfelder ausgesprochen. Gleichzeitig haben Regierung und Parlament ein deutliches Bekenntnis zu einem Verbleib in der Euro-Zone formuliert. Die politisch Verantwortlichen in Deutschland und in der EU, sowie die aus den sogenannten „Institutionen“ sind nun aufgefordert mit den Griechen gemeinsame Lösungen zu finden.

Der Referent Dimos Rakanidis wird als Mitglied von Syriza nach einen kurzen Rückblick über die letzten 5 Jahre in Griechenland das Ergebnis des Referendums bewerten und Einschätzungen zu weiteren Vorgehensweisen, sowie der Konsequenzen einer Staatspleite und eines Grexits vornehmen. Darüber hinaus wird der VWL-Student über die Entstehung von Syriza, Podemos und anderen politischen neuen Bewegungen in Europa diskutieren.

Der Link zum weitersagen: http://hagen.dgb.de/++co++e201d36c-26e2-11e5-b057-52540023ef1a


DGB-Klartexte zum Thema: klartext-27-2015-Griechenland-Es-geht-auch-um-unsere-Zukunft

klartext-28-2015-Eurozone-Grexit-verhindert-Kuerungskurs-geht-weiter

Newsletter vom 2.07.2015 zum griechischen Referendum

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

weiter unten unsere heutige Pressemitteilung. Wer sich an den morgigen Solidaritätskundgebungen beteiligen möchte,  hier eine Aufstellung der uns bekannten Termine für Freitag:

  • Köln 18:00 Hbf. (Bahnhofsvorplatz)
  • Düsseldorf: 18:00 Hbf.
  • Bochum: 18:00 Dr.-Ruer-Platz
  • Münster: 18 Uhr Prinzipalmarkt (Rathaus)

Jochen Bauer von der GEW ist in Bochum dabei, wer in unterstützen möchte, meldet sich bitte bei: jochenbauer@gmx.de


Aus dem aktuellen Infobrief des  WerRettetWen- Filmteams:

Propagandaschlacht gegen Griechenland

Noch nie hat man deutsche und Europolitiker so aufgebracht und zornig erlebt wie am Ende des Verhandlungsmarathons mit Griechenland, als der Regierungschef Griechenlands Alexis Tsipras ein nationales Referendum zu dem aktuellen Vorschlag der „Institutionen“(vormals Troika) verkündete: Man sei den Griechen doch in allen erdenklichen Punkten entgegengekommen, man fordere keine Mehrwertsteuererhöhung mehr, auch keine Senkung der Renten, erregte sich z.B. der Präsident des Europäischen Parlamentes Martin Schulz. Die Griechen führten ohne Not und nur aus ideologischen Gründen ihr Land ins Chaos. Die Griechen müssten endlich erwachsen werden. Und auch die deutschen Medien stimmten fast zu 100% in diese zornig-arrogante Empörung ein.

Einseitige Berichterstattung von Fakten nicht getrübt

Leider hat sich aber wohl niemand aus dem Heer dieser „Journalisten“ die Mühe gemacht, die letzten Verhandlungsvorschläge der „Institutionen“ anzusehen, die ja unter dem Titel „List of prior actions“ von der EU-Kommission veröffentlicht sind:

  • Von wegen keine Erhöhung der Mehrwertsteuer.: Die Reform der Mehrwertsteuer soll Steuermehreinnahmen in der Höhe von ca. 2,3 Mrd. Euro erbringen.
  • Von wegen keine Senkung der Renten: Die Rentenreform soll in diesem letzten Verhandlungsvorschlag die Renten insgesamt um ca. 2,3 Mrd. Euro absenken.
  • Der Sozialhaushalt soll um ca. 1,1 Mrd. Euro reduziert werden.
  • Es soll festgeschrieben werden, dass die schon faktisch halbierten Löhne bis 2019 im Verhältnis zum griechischen Bruttoinlandprodukt noch weiter reduziert werden.
  • Das gerade erst verabschiedete Gesetz, nach dem auch Gewinne, die inländische Firmen im Ausland deklarieren, besteuert werden, soll zurückgenommen werden.
  • Nach der Rettung der griechischen Banken durch die griechischen Steuerzahler gehörten diese Banken zu 95% dem griechischen Staat. Die Troika hatte allerdings erzwungen, dass die Führung der Banken Privaten überlassen werden musste, wenn die Privaten zu 10% Miteigner werden. Gerade hatte der griechische Staat die kalte Enteignung der Öffentlichkeit rückgängig gemacht und die Führung entsprechend den Eigentumsverhältnissen übernommen. Jetzt soll Griechenland die Führung der Banken wieder den „internationalen strategischen Investoren“ überlassen.
  •   Und, und und….

Das ist eindeutig eine konsequente Fortsetzung der Troika Politik, die nichts anderes kennt als das Sparen bei den Schwächsten, die Aushöhlung der Sozialsysteme und die Privatisierung öffentlichen Eigentums.  Und das alles sollen die Griechen schlucken, für nur 5 weitere Monate Finanzierung. Danach ist Griechenland noch tiefer in den Keller gesunken. Und es begännen wieder neue erbitterte Verhandlungen um ein neues rigoroses Kürzungsprogramm.


DGB Ruhr-Mark :„Nein!“ zum Reformkurs der EU und „Ja!“ für ein friedliches, soziales und demokratisches Europa

In dem Referendum am kommenden Sonntag entscheidet die griechische Bevölkerung nicht über ein „Ja“ oder „Nein“ zum Euro, sondern ob sie für oder gegen weitere Kürzungspakete sind. Das „großzügige“ Angebot der Vertretungen der EU kann aus Sicht der Bevölkerung nur abgelehnt werden, denn die Ergebnisse der bisherige Reformen sind eine schrumpfende Wirtschaft, steigende Arbeitslosigkeit, Hunger, schlechte bis gar keine Krankenversorgung und trotzdem weiterhin steigende Schulden. „Dieser Kurs der Austerität widerspricht jeder wirtschaftlichen Vernunft und darf nicht fortgesetzt werden. Die EU und die Gläubigerinstitutionen verursachen mit ihrer starren Haltung eine humanitäre Katastrophe mitten im reichen Europa. Was Griechenland jetzt braucht ist eine Umschuldung und Mittel für Investitionen, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt und langfristig wieder die Schulden bezahlen kann.“, fordert DGB Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt.  Die Gewerkschaften in der Region begrüßen ausdrücklich die Form eines Referendums als demokratisches Recht eines jeden Landes in europäischer Tradition. Allerdings ist der Zeitdruck und die Tragweite der Entscheidungen unbedingt mit einem weiteren Griechenland-Hilfspaket zu verknüpfen. Marquardt: „Ein von keiner Seite gewollter „Grexit“ ist unbedingt zu verhindern. Die Verhandlungen müssen wieder aufgenommen werden, um eine ausgewogene Lösung zu finden. Die Lasten dürfen diesmal nicht den Rentnern und Arbeitnehmern aufgebürdet werden. Für diesen Kurs verdienen die Griechen unsere Solidarität, die am morgigen Freitag in vielen Städten der Region demonstriert werden kann.“


Plakat Referendum 2

DGB Klartexte zum Thema: klartext-25-2015-Verhindert-Grexit

klartext-26-2015-Griechenland-Entscheidung-Verlierer-Europa

 

Newsletter vom 19.6.2015 : Friedensratschlag am 11.6.2015 in Bochum:

Mehr als 20 Kolleginnen und Kollegen nahmen am 3. Friedensratschlag in Bochum teil. Nach einem konstruktiv kritischen Rückblick auf die Demonstration und Kundgebung am 9. Mai wurden in 3 Arbeitsgruppen nächste Überlegungen und Vorhaben der Initiative diskutiert und anschließend im Plenum vorgestellt.

Rückblickend auf den 9.Mai wurde von den Teilnehmenden die zum Teil kritische Einschätzung aus einer Sprecherkreissitzung deutlich in eine insgesamt positive Richtung gelenkt. Auch wenn die Zahl der 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht den gewünschten Erwartungen entsprach, wurde die Veranstaltung als gut und wichtig als erster Impuls der gemeinsamen Arbeit der Initiative bewertet. Diese Bewertung wurde auch auf die Reden und Kulturbeiträge übertragen. Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen wiesen darauf hin, dass es seit längerer Zeit richtig und wichtig war die gewerkschaftlichen Grundaussagen zu Frieden und Solidarität öffentlich vorzustellen und dies durch die Rednerinnen und Redner zu unterstreichen. Vor allem die an den Schlußbeitrag von Giorgios Chondros anschließende gemeinsame Aktion „Die Verhältnisse Sirtaki tanzen lassen“ rundete den Aktionstag kreativ und solidarisch ab.

Einen kritischen Blick richteten die Anwesenden auf die unzureichende Medienresonanz auf und in Vorbereitung der Aktion in Bochum. Einzig die Bochumer Medien hatten auf die Veranstaltung hingewiesen und im Anschluss berichtet.

Nach der Feedbackrunde auf den 9. Mai teilten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 3 Gruppen auf und formulierten Vorschläge und Überlegungen für weitere Aktionen und Aktivitäten, die wir anschließend als Übersicht dokumentieren und die in den kommenden Wochen und Monaten die Arbeit der Initiative ausmachen sollen. Dabei wurden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  1. Wie weiter im Kampf um Solidarität? Im Zentrum stand dabei die aktuelle Lage in Griechenland und der Wunsch mehr Informationen über die Entwicklungen in anderen Ländern, vor allem in Spanien zu bekommen.
  2. Zum Themenkomplex Abrüstung und Rüstungskonversion wurden verschiedene Veranstaltungen geplant, die vor allem dabei helfen sollen die Thematik der Abrüstungspolitik und die Organisation der Debatten um Rüstungskonversion wieder stärker in die gewerkschaftlichen Diskussionen zu bringen.
  3. Als besondere Aufgabenstellung sollen am 1.September an vielen Orten Aktionen zum Antikriegstag organisiert werden. Dabei stehen vor allem dezentrale Aktionen im Fokus.

Übersichten über die Ergebnisse der 3 Arbeitsgruppen:

AG Antikriegstag

 AG Frieden-Abrüstung

 AG Solidarität-Europa

Nächste Treffen der Initiative in der DGB-Region:

Donnerstag 31. Juli 18:00 Uhr, ver.di Herne, Brunnenstr. 42

Mittwoch 23. Sept. 18.00 Uhr IGM Gevelsberg, Großer Markt 9 

Flugblatt Juni 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Newsletter vom 29.04.2015: Wir wollen erfolgreiche 1.Mai-Veranstaltungen und eine machtvolle Demonstration am 9. Mai in Bochum

29. April 2015: 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

in den verbleibenden Tagen bitten wir um aktive Teilnahme und Werbung für die Demonstrationen und Kundgebungen des DGB in den Städten und Kreisen und darum viele Menschen in Bewegung zu bringen.

Die Neugestaltung der Arbeit in unserem Land wollen wir auf den Veranstaltungen am 1.Mai in den Mittelpunkt rücken. Das ist richtig und gut so! Sie wird uns umso besser gelingen wie wir es schaffen unseren Beitrag gegen Krieg und Rassismus zu leisten und die neoliberale Politik in Deutschland und Europa zurück zu drängen.

Dazu gilt es in besonderem Maße Solidarität mit einer neuen Politik in Griechenland zu üben!

Bitte setzt euch aktiv dafür ein – bitte mobilisiert in euren Betrieben und Verwaltungen, in euren Familien und überall dort wo es möglich ist viele Menschen für Frieden und Solidarität!

 

Hier die Aufstellung zur Verfügung gestellter Materialien, Informationen über Veranstaltungen sowie interessante Links und Hinweise:


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Hier klicken und ihr landet auf die Homepage des DGB Ruhr Mark und holt dort die Infos über die Maikundgebung in deiner Nähe


Teaser dass Ausschwitz nie wieder sei

Grundlegende Übereinstimmung bei den bisherigen Diskussionen und Veranstaltungen in der Vorbereitung der Demonstration ist bei der Ausrichtung auf den wichtigen Punkt der besonderen Ausrichtung auf den 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus sowie dem Kampf gegen Rechts, Fremdenfeindlichkeit und aktuell der unerträglichen EU-Politik im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik vor den Küsten Europas.  Eine Übersicht über die Veranstaltungen in der Region zum 8. Mai findet ihr hier. sowie den hier den Aktionsappell des DFG-VK zum 8. Mai und den Redebeitrag für den Ostermarsch in Herne von Eric Lobach am 5. April.


Demo 9.5.

Das aktuelle Flugblatt für die Demo am 9.5. ist hier zu finden und unter Materialien zum Download auf der Homepage der Initiative. Größere Stückzahlen können gerne beim DGB hagen@dgb.de angefordert werden.

Ebenfalls findet ihr dort einen Vorschlag von einem Redebaustein in der Anlage, um in der Mairede und Arbeitnehmerempfängen auf die Initiative und die Demonstration hinzuweisen.

Alle Materialien zum 9. Mai im Überblick gibt es hier.

Es werden noch OrdnerInnen, HelferInnen für Auf-und Abbau, SpendensammlerInnen gesucht – wer kann bitte melden bei: anne.sandner@dgb.de


IGM Europe-our Job

In vielen Diskussionen wird deutlich, dass die Aufklärung über die Verhältnisse in Griechenland eine besondere Aufgabe sind, da sie sich gegen eine mediale Darstellung wenden, die in weiten Kreisen der Bevölkerung und auch bei den Beschäftigten ein falsches Bild erzeugt, dem dringend etwas entgegen gesetzt werden muss. Hilfreich für die Diskussion wurde ein aktueller Flyer der IG Metall vorgestellt, der auf der Homepage der Initiative, bei den IGM – Verwaltungsstellen oder hier zur Verfügung steht.

Darüber hinaus wurde ein Folienvortrag erstellt, der auf einige zentrale Fehlinterpretationen und falsche Argumente der aktuellen Debatte um die Situation und Entwicklung in Griechenland eingeht und auf der Homepage der Initiative oder  hier. Die Folien können für die persönliche Information genutzt und auf Veranstaltungen eingesetzt werden. Falls es Interesse an ReferentInnen-Unterstützung gibt – bitte bei hagen@dgb.de melden.


Interessante Links und Informationen zu Veranstaltungen: 


Reiner Hoffmann

  1. April 2015 – Rheinische Post:

Interview mit Reiner Hoffmann „Schluss mit der Mär vom faulen Griechen“


Faktencheck Hellas

Der Link zur Zeitung: http://faktencheckhellas.org/wp-content/uploads/2015/04/FCH02-Gesamt-END.pdf

Faktencheck zu Griechenland – Pünktlich zum 1.Mai wird ein 2.Faktencheck zu Griechenland erscheinen. Verschiedene Autorinnen und Autoren versuchen der alltäglichen Berichterstattung in den Medien mit einem Faktencheck zu begegnen. – Exemplare liegen auf den Maikundgebungen in unserer Region bereit.

Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe werden sein:   

  • Diejenigen, die von Athen ein „Reformprogramm“ fordern, meinen 1. neue Rentenkürzungen, 2. neue Privatisierungen und 3. neue Mehrwertsteuererhöhung. Also: mehr Elend & tiefere Krise.
  • Es heißt: „Reiche Griechen zahlen so gut wie keine Steuern.“ Stimmt! Das ist EU-weit so. Die neue Regierung in Athen will damit Schluss machen. Doch Juncker, Merkel & Schäuble sagen: Weg mit ihr!
  • Offiziell ist für die EU der Gesundheitssektor eine „interne Angelegenheit“. In Griechenland wurde eine Ausnahme gemacht – und ein Exempel statuiert: Die Troika-Politik zielte auf die Zerstörung der weitgehend kostenlosen, allgemeinen Gesundheitsversorgung. Mit konkreter deutscher „Hilfe“.
  • Ein Teil des Widerstands gegen die Troika-Politik ist die Entwicklung von bereits 40 alternativen Gesundheitszentren, in denen Ärztinnen und Ärzte und Pflegepersonal unentgeltlich  arbeiten.
  • 100 Tage Syriza-Regierung – was wurde versprochen – was wurde gehalten?
  • Über den Zusammenhang zwischen deutschen Handelsbilanzüberschüssen und griechischen Handelsbilanzdefiziten

Litsa 

„LITSA“ im Sozialen Zentrum in Bochum

Evangelia Alexaki (57), Spitzname: Litsa, ist eine der Hauptorganisatorinnen der Bewegung von 595 um ihre Wiedereinstellung kämpfenden Putzfrauen aus der griechischen Finanzverwaltung. Seit anderthalb Jahren kämpfen die Frauen für ihre Wiedereinstellung und gegen diese Sparpolitik. Die Faust im roten Gummihandschuh ist ihr Symbol geworden.

Am 25.4. besuchte Litsa das Soziale Zentrum in Bochum und berichtete über den Kampf der Putzfrauen. Nach einem Filmbeitrag mit Bildern von Demonstrationen und den Kämpfen berichtete sie über ihre Erfahrungen unter den alten Regierungen Griechenland und ihre Hoffnungen auf eine neue Politik in ihrem Land. Die Griechin machte deutlich, dass es noch viel zu tun gäbe in ihrem Land. Für sie ist die Beendigung der neoliberalen Politik in Europa eine wichtige Bedingung für das eigene Land und für ein Europa der Demokratie und sozialen Sicherheit. Moderiert wurde die Veranstaltung von Mag Wombel (Labournet) – Übersetzung: Celine Spieker. Übrigens die örtliche Presse war leider nicht anwesend.


Otto König

„Medienoffensive für Spardiktate“ war der Titel des Vortrags von Otto König im Hagener Kulturzentrum Pelmke am 21.4.2015. Der ehemalige Bevollmächtige der IG Metall setzte sich mit den Berichterstattungen in den Medien auseinander und wies nach, dass es vor allem Halbwahrheiten und der Kampf um die Sicherung des neoliberalen Mainstreams sind, die die Presse- und Medienberichte prägen. An der Spitze die unsägliche Propaganda der Bild-Zeitung und darüber hinaus eine ab- und nachschreibende Zunft bis in den so genannten Qualitätsjournalismus und die öffentlich rechtlichen Sender. Auch wenn es Ausnahmen gibt – die Masse der Berichte sind darauf ausgerichtet die Austeritätspolitik als alternativlos darzustellen und die Politik der herrschenden Eliten in Politik und Wirtschaft zu stützen. Als positive Ausnahmen benannte er u.a. die Sendung „Die Anstalt“ und die Berichte des Journalisten Harald Schumann vom Tagesspiegel.

Wir greifen in den angebotenen Folien einige zentrale Fragen auf und stellen eine Verlinkung zu den Sendungen zur Verfügung.

Fernsehtipp: die Anstalt März 2015 zu Griechenland, Banken, Troika, Journalisten: http://www.youtube.com/watch?v=2×1-lyzW5PE


Stefan Körzell

20.04.2015 – Gewerkschaften erinnern an den 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen. Eine Verpflichtung für uns alle…. Wer die Zukunft schuf, bleibt unvergessen 

Mehr: http://www.evg-online.org/Politik/15_04_20_Sachsenhausen/